Wie der Standard berichtet wurden in einer dänischen Schule Drogentests durchgeführt, mit teilweise positiven Ergebnissen. Das verwundert mich kaum: Rund ein Drittel meiner Mitschüler dürften schon Erfahrungen mit Cannabis haben, Erfahrungen mit Alkohol etwa 80 Prozent. Die Meisten konsumieren jedoch nicht regelmäßig Drogen, sondern haben es nur ausprobiert. Nur zwei von 22 konsumieren es regelmäßig, sind dabei aber sehr gute Schüler.
Wie begründet man also diese Tests? Nur weil es illegal ist? Als nächstes durchsucht man wohl die Computer der Schüler nach illegalen Downloads(wobei ich hier anmerken muss, dass wirklich viele Lehrer Urheberrechtsverletzungen begehen um uns Lehrmaterial zu kopieren). Das ist Zeit und Geldverschwendung. Sinnvoll wäre es, die Heranwachsenden früh über den verantwortungsvollen Umgang mit Rauschmitteln heranführt.
Der einzige Vorteil des ganzen ist, dass sich Jugendliche so schon früh an den Überwachungsstaat gewöhnen, der ja bestimmt kommt, wenn nicht ein gewaltiges Umdenken bei Politik und vorallem der Gesellschaft stattfindet. Solche Persönlichkeitsrechtsverletzungen werden immer häufiger.
Drogenfrei wird man jedenfalls nicht durch solche Tests, sondern durch persönliche Erfahrungen, Erziehung und Freundeskreis. Jedoch drängt sich hier die Frage auf: Ist das denn wünschenswert?
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Freitag, 13. März 2009
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